Welche Bedeutung hat das operante Konditionieren für die Erziehung?

      Beim operanten Konditionieren werden verschiedene Verhaltensweisen aufgebaut durch :

      *Die Schaffung von Motivation

      *Lob und Belonung

      Hier wird unterschieden zwischen den

      Positiven Verstärkern, also alle Verhaltensweisen, welche die Auftretenswahrscheinlichkeit eines Verhaltens erhöhen, da durch sie ein angenehmer Zustand herbeigeführt werden kann. (= Darbietung einer angenehmen Konsequenz oder einer Belohnung, der 1.Art)

      Negativen Verstärkern, also all jene Verhaltensweisen, welche die Auftretenswahrscheinlichkeit eines Verhaltens erhöhen, weil durch sie ein unangenehmer Zustand beseitigt, vermieden oder vermindert werden kann.
      (=Entfernung einer unangenehmen Konsequenz, Belohnung 2.Art)

      Ein Verstärker im operanten Konditionieren sind also all jene Verhaltenskonsequenzen, welche die Auftretenswahrscheinlichkeit eines Verhaltens erhöhen.


      Unerwünschte Verhaltensweisen können abgebaut werden durch:

      * Bestrafung 1. Art (Darbietung einer Konsequenz)
      Bestrafung 2. Art (Entfernung einer angenehmen Konsequenz)
      Nicht – Verstärkung des unerwünschten Verhaltens


      Zu beachten ist hierbei die Relativität von Verstärkern. Nicht jedes Individuum kann mit den gleichen Verstärkern belohnt werden.

      Relativität von Verstärkern meint die Tatsache, dass Verhaltenskonsequenzen nur dann verstärkend wirken, wenn sie dem subjektiven Bedürfniszustand des Individuums entsprechen.

      Zu beachten ist:
      *die subjektive Bedürfnislage
      *Sättigung und Deprivation
      *Die entwicklungsbedingten Veränderungen
      *wer verstärkt
      *in welcher Umgebung und Situation verstärkt wird

      Arten von Verstärkern:
      * soziale Verstärker (z.B Lob, Anerkennung, …)
      * materielle Verstärker (z.B. Spielsachen bekommen, Süßigkeiten …)
      *Aktivitätsverstärker (z.B. Märchenpark, Schwimmbad …)


      Gesetzmäßigkeiten des Lernens durch Versuch und Irrtum


      Gesetz der Bereitschaft

      Dieses Gesetzt besagt, dass ein Verhalten nur dann gelernt wird, wenn im Organismus eine ist. Das bedeutet, wenn ein Bedürfnis vorliegt: wenn das Individuum einen angenehmen Zustand herstellen, bzw. aufrechterhalten oder einen unangenehmen Zustand beseitigen bzw. vermeiden will.


      Prinzip des Versuchs und Irrtums

      Das Individuum probiert verschiedene Verhaltensweisen aus, um zum Ziel zu kommen.


      Effektgesetz:

      Aus einer Fülle von praktizierten Verhaltensweisen werden nur solche wiedergezeigt, die für den Organismus befriedigende Konsequenzen nach sich ziehen. Andere Verhaltensweisen, die keine befriedigende Konsequenz zur Folge haben, werden nicht wieder gezeigt.

      Frequenzgesetz:

      Das zum Erfolg führende Verhalten wird erst durch eine gewisse Häufigkeit an Übung und Wiederholung erlernt.
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